EU Cyber Resilience Act
- Verständnis der regulatorischen Landschaft
- Risikomanagement nach CRA
- Praktische Umsetzung nach prEN 40000-1-1 & prEN 40000-1-2
Cyber Resilience Act verstehen und im Unternehmen umsetzen
Mit dem Cyber Resilience Act schafft die Europäische Union erstmals verbindliche und unmittelbar geltende Cybersicherheitsanforderungen für Produkte mit digitalen Elementen. Die Verordnung betrachtet den gesamten Produktlebenszyklus: von Security by Design in der Entwicklung bis hin zu Betrieb Wartung und Schwachstellenmanagement. Ziel ist es, Sicherheit und Compliance ganzheitlich sicherzustellen.
In dieser zweitägigen Schulung lernen Sie, welche Ihrer Hard- und Softwareprodukte unter den CRA fallen, wie diese klassifiziert werden und welche Anforderungen sich daraus für Ihr Unternehmen ergeben. Sie erhalten Klarheit darüber, welche Verantwortlichkeiten Hersteller, Bevollmächtigte und Importeure tragen und wie sich der CRA von angrenzenden Anforderungen wie NIS-2 abgrenzt.
Darüber hinaus lernen Sie die sichere Einordnung und Anwendung ähnlicher Normen und harmonisierter Standards kennen. Dabei werden insbesondere prEN 40000-1-1 und prEN 40000-1-2 sowie ihre Bedeutung für die Umsetzung und den Nachweis der CRA-Anforderungen betrachtet.
Zum Abschluss der Schulung wird behandelt, welche Melde- und Eskalationsprozesse für aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Sicherheitsvorfälle aufgebaut werden müssen und welche regulatorischen Fristen dabei einzuhalten sind.
Preise (pro Person)
- Schulungspreis
- 1.090,00 €
inkl. MwSt. 1.297,10 € - Inhouse-Schulung
- Auf Anfrage
Im Preis inbegriffen sind Snacks, Mittagessen sowie umfangereiche Schulungsmaterialien.
Offene Termine
Ansprechpartner


Kursinhalte
Alle Kursinhalte zum EU Cyber Resilience Act verständlich aufbereitet von regulatorischen Anforderungen über praktische Umsetzung bis hin zu Maßnahmen für sichere und konforme digitale Produkte
- Grundlagen des Cyber Resilience Acts und Einordnung in die europäische Cybersecurity-Regulierung
- Geltungsbereich des CRA: betroffene Produkte mit digitalen Elementen und relevante Akteure
- Produktidentifikation und Klassifizierung: reguläre, wichtige und kritische Produkte
- Rechtliche Pflichten für Hersteller, Importeure und Bevollmächtigte entlang des gesamten Produktlebenszyklus
- Abgrenzung und Zusammenspiel von CRA und NIS2
- Cybersecurity-Risikomanagement nach CRA: Risikoidentifikation, -bewertung, -behandlung und -überwachung
- Security by Design und Threat Modeling in der Produktentwicklung
- Schwachstellenmanagement und Umgang mit Sicherheitsforschern
- Anforderungen an technische Dokumentation, Konformitätserklärung und CE-Kennzeichnung
- Relevante Standards und Normungsaktivitäten zur CRA-Compliance, insbesondere prEN 40000-1-1 und prEN 40000-1-2
- Nutzung bestehender Standards und Prozesse, z. B. ISO 27001 und IEC 62304
- Vorbereitung auf Meldepflichten bei aktiv ausgenutzten Schwachstellen und schwerwiegenden Sicherheitsvorfällen
- Aufbau interner Melde-, Eskalations- und Dokumentationsprozesse
- Zusammenarbeit mit ENISA, zuständigen Behörden und Marktüberwachungsbehörden
- Entwicklung eines CRA-Maßnahmenplans zur Integration in bestehende ISMS- und Produktentwicklungsprozesse
Wichtig: Diese Schulung geht bewusst über einen reinen Orientierungsworkshop hinaus. Sie verknüpft regulatorische Grundlagen mit konkreten technischen und organisatorischen Handlungsempfehlungen, die Sie direkt anwenden können.
Niveau
Zielgruppe
Die Schulung ist besonders geeignet für Produktverantwortliche, IT-Sicherheitsverantwortliche, Compliance- und Datenschutzexperten, Hersteller und Betreiber von Produkten mit digitalen Elementen.
Referenten

Verena Strobel
Verena Strobel ist Expertin für die sichere Gestaltung von Software über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Neben ihrer Referententätigkeit ist sie als Principal Consultant tätig und leitet ein Team für Sichere Softwareentwicklung.
Dank ihrer Erfahrung in unterschiedlichsten Projektkontexten versteht sie es, sowohl technisches Fachpublikum als auch Teilnehmende mit weniger technischem Hintergrund abzuholen und für sichere Softwareentwicklung zu sensibilisieren.

Thomas Freund
Thomas Freund ist Experte für Informationssicherheit, Notfallmanagement, Cybersecurity und Risikomanagement. Neben seiner Referententätigkeit berät er nationale und internationale Unternehmen aus den Branchen Automotive, Verteidigung, Banken und weitere öffentliche Auftraggebende.
Weitere Informationen
Welche Voraussetzungen muss ich für die Teilnahme an der Schulung mitbringen?
Es werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt, grundlegende Kenntnisse im Bereich IT-Sicherheit und/oder Produktentwicklung sind jedoch von Vorteil.
Was vermittelt das Seminar zum EU Cyber Resilience Act?
Sie erhalten einen strukturierten Überblick über die Anforderungen des EU Cyber Resilience Act und lernen, wie Sie diese in Ihrem Unternehmen praktisch umsetzen. Im Fokus stehen sichere Produktentwicklung, Compliance und organisatorische Maßnahmen.
Welche Themen rund um sichere Produktentwicklung werden behandelt?
Das Seminar behandelt unter anderem Security by Design, Risikobewertungen, Dokumentationspflichten sowie den Umgang mit Schwachstellen und Sicherheitsvorfällen.
Welche Fragen zur Umsetzung des CRA werden beantwortet?
Das Seminar fokussiert sich stark auf die praktische Umsetzung des CRA im Unternehmen und beantwortet Ihnen die Fragen:
- Wie müssen Cybersecurity-Risiken über den Produktlebenszyklus bewertet werden?
- Wie lassen sich Security by Design, Threat Modeling und Schwachstellenmanagement in bestehende Prozesse integrieren?
- Welche Nachweise benötigen Sie für technische Dokumentation, Konformitätserklärung und CE-Kennzeichnung?
Wie praxisnah ist das Seminar aufgebaut?
Sie arbeiten mit praxisnahen Beispielen und konkreten Anwendungsfällen, um die Anforderungen direkt auf Ihr Unternehmen übertragen zu können.
Kann das Seminar auch als Inhouse Schulung durchgeführt werden?
Ja, das Seminar kann jederzeit als Inhouse Schulung in Ihrem Unternehmen durchgeführt und individuell angepasst werden.