Karrierechance IT Sicherheit: Business Person mit verschränkten Armen vor Fensterwand

Jobs mit Zukunft: IT-Sicherheit als Karrierechance

Durch die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung wird die Datenverarbeitung in Unternehmen immer komplexer. Dadurch entstehen Schwachstellen, die täglich von Cyberkriminellen angegriffen werden. Unternehmen sind deshalb verstärkt auf der Suche nach geeigneten Fachkräften für ihre IT-Sicherheit. Warum das eine Karrierechance ist und wie man diese für sich nutzen kann erfahren Sie in diesem Beitrag.



IT-Sicherheitsexperten händeringend gesucht

Ende letzten Jahres erreichte die Zahl der offenen Stellen für IT-Fachkräfte eine neue Rekordmarke: 124.000 offene Stellen in Deutschland – 51 Prozent mehr als im Vorjahr. Das ist das Ergebnis einer Studie des Branchenverbands Bitkom, der dafür mehr als 850 Unternehmen aller Branchen befragt hat. Zwei Drittel der befragten Unternehmen rechnen darüber hinaus mit einer weiteren Verschärfung dieses Fachkräftemangels in den kommenden Jahren.

Davon ist auch die Bundesregierung betroffen: 25 Prozent der Stellen für IT-Sicherheit in den Bundesministerien wie dem BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) sind unbesetzt.

Zu diesen Zahlen führen verschiedene Faktoren – vor allem jedoch der sprunghaft angestiegene Bedarf an IT-Sicherheitskräften, dem viele Unternehmen und Organisationen vor einigen Jahren noch nicht diese Bedeutung zugemessen haben. Doch die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung von Geschäftsprozessen und aufmerksamkeitserregende Sicherheitsvorfälle der letzten Jahre haben ein erhöhtes Bewusstsein für die IT-Sicherheit geschaffen – und damit neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt.



Akuter Bedarf an IT-Sicherheitskräften quer durch alle Branchen

Der Bedarf an IT-Sicherheitsexperten ist dabei nicht auf einzelne Branchen begrenzt. Digitalisierung, Informationstechnologie und Datensicherheit betreffen nahezu jede Branche. Ob Medien, Banken, Automobilhersteller oder Pharmaunternehmen: In jedem Unternehmen kommen moderne Technologien zum Einsatz, um Produktions- und Kommunikationswege umzusetzen und zum Teil zu automatisieren.

Diese zunehmende Komplexität der Datenverarbeitung birgt viele Angriffspunkte für Cyberkriminelle. Immer mehr Unternehmen sind sich dieser Gefahr bewusst und setzen auf proaktive IT-Sicherheit. In Zeiten der Digitalisierung und rasanten technologischen Fortschritte ist eine hauseigene IT-Sicherheit ein klarer Wettbewerbsvorteil. 

Denn um die Informationen, Daten, Dienste, Programme, Netzwerke und gesamte Infrastruktur von Unternehmen zu schützen, braucht es eine interne Sicherheitskompetenz und ein ganzheitliches Sicherheitskonzept. Um dies zu gewährleisten, setzen Unternehmen vermehrt auf das Know-How und die Kompetenz von eigenen IT-Sicherheitskräften und entsprechende Weiterbildungs-Maßnahmen.



Nicht nur IT- sondern auch Informationssicherheit ist notwendig

Eine Herausforderung für IT-Sicherheitsexperten besteht darin, die Daten und Systeme des Unternehmens bestmöglich zu sichern und dabei die Nutzerfreundlichkeit nicht zu vernachlässigen. Denn zunehmend sind nicht nur auf Programmierung basierende Angriffe wie auf die Unternehmens-Firewall o.ä. zu berücksichtigen, sondern auch die Mitarbeiter der Unternehmen als Anwender der Technologien und damit wichtiges Glied in der Sicherheitskette zu schulen

Das heißt, es geht nicht nur um „reine“ IT-Sicherheit, sondern immer auch um Informationssicherheit. Das bedeutet, an vielen Stellen gehen die Anforderungen an die IT-Sicherheit über die rein technischen Aspekte hinaus. Daten und Informationen können nur geschützt werden, wenn der technische Schutz der Systeme mit einem geschulten Sicherheitsbewusstsein der Anwender und täglichen Nutzer der Daten und Informationen einhergeht.



Erhöhte Anforderungen an die IT-Sicherheit

Diese steigende Komplexität und zunehmende Verlagerung von Daten und Diensten ins Internet – und damit außerhalb der unternehmenseigenen Infrastruktur – erfordert ein vielfältiges Know-how und verschiedenste Fähigkeiten von IT-Sicherheitsspezialisten. Neben den „klassischen“ Kenntnissen der Programmiersprachen ist Wissen im Security und Netzwerkbereich, in Kryptographie oder über die gängigen Software-Hersteller und deren Produkte erforderlich. Auch Kenntnisse neuer Technologien wie KI (Künstliche Intelligenz) oder Blockchain sind häufig gefordert.

Das macht die IT-Sicherheit zu einem abwechslungsreichen und spannenden Arbeitsfeld. Um die wechselnden Herausforderungen zu meistern und in der rasanten Weiterentwicklung des IT-Bereichs „Up to date“ zu bleiben, ist eine Bereitschaft zur stetigen Weiterbildung Grundvoraussetzung. Über Weiterbildungsangebote kann man sich außerdem in bestimmten Bereichen spezialisieren und neue Karrierechancen erarbeiten.



Verschiedene Arbeitsbereiche in der IT-Sicherheit

Das Arbeitsfeld der IT-Sicherheit unterteilt sich in verschiedene Rollen und Positionen, die häufig nicht ganz trennscharf voneinander zu unterscheiden sind. Drei der größten Bereiche, in denen vorrangig nach Fachkräften gesucht wird, sind folgende:


1) IT-Beratung

Die Kernaufgabe eines IT-Beraters liegt darin, eine allgemeine Informationssicherheit in Unternehmen zu schaffen und zu koordinieren. Die Entwicklung eines Sicherheitskonzepts und die Planung und Durchsetzung von IT-Sicherheitsstandards erfordert beispielsweise Kenntnisse im Risikomanagement, IT-Grundschutz oder Datenschutz. In diesem Bereich kann eine Zertifizierung als Informationssicherheitsbeauftragter gefordert sein.


2) IT-Management

Beim IT-Management geht es um das ganzheitliche Management der IT- und Informationssicherheit in Unternehmen. IT-Manager sind beispielsweise für die Etablierung von Informationssicherheits-Managementsystemen (ISMS) in Unternehmen verantwortlich. Diese Systeme sollen die Informationssicherheit steuern, optimieren und kontrollieren. Für die Umsetzung von ISMS gibt es speziell zertifizierte Weiterbildungen wie unser Seminar „ISMS Foundation nach ISO/IEC 27001“.


3) IT-Prüfung

Als IT-Prüfer besteht die Kernaufgabe darin, durch zielgerichtete Analysen die Risiken und Schwachstellen von IT-Systemen oder Computerprogrammen aufzudecken. Als ISMS Auditor kann man für eine Zertifizierungsstelle tätig werden, oder externe Audits durchführen. Auch hierfür gibt es entsprechende Weiterbildungen wie unser Seminar „ISMS Auditor/Lead Auditor“.



Weiterbildung als Grundvoraussetzung für eine gute IT-Sicherheit

Da die Herausforderungen in der IT-Sicherheit immer komplexer werden, werden langfristig immer weniger IT-Generalisten, sondern mehr Spezialisten für bestimmte Bereiche gesucht. Diese bauen eine punktuelle Expertise in einem bestimmten Bereich auf und entwickeln sich fachlich immer weiter. Zwei der gefragtesten Kompetenzbereiche zur Zeit sind beispielsweise Mobile Security oder Cloud Security. Diese Weiterbildung kann man über entsprechende Seminarangebote abdecken.

Der grundlegende Einstieg in die IT-Sicherheit ist über verschiedene Wege möglich. Am verbreitetsten ist das Studium. Hier gibt es inzwischen viele verschiedene Angebote, die entweder eine Grundausbildung oder die Spezialisierung für bestimmte Bereiche ermöglichen. Aufgrund des steigenden Bedarfs an IT-Sicherheitskräften erwägen jedoch viele aus verwandten Fachbereichen eine Umschulung oder eine entsprechende Weiterbildung.

Auf dieses Anliegen und speziell für Berufstätige ist beispielsweise der Fernstudiengang der isits AG ausgerichtet. Als Weiterbildungsmaßnahme für Elektrotechniker, Mathematiker, Informatiker oder Physiker ist der Master-Studiengang „Applied IT Security (M.Sc.)“ die Chance, in die zukunftsträchtige Branche der IT-Sicherheit einzusteigen, ohne dabei auf die Berufstätigkeit zu verzichten. Bei Interesse informieren Sie sich gerne hier.



IT-Sicherheit als zukunftsträchtiger Arbeitsbereich

Laut einer Studie des Personaldienstleisters Robert Half gehen fast drei Viertel der Führungskräfte in deutschen Unternehmen davon aus, dass in diesem Jahr die meisten neuen Technologie-Arbeitsplätze im Bereich der IT-Sicherheit entstehen. Das bestätigt sich darin, dass 80 Prozent der Befragten in diesem Jahr IT-Sicherheitsexperten in Festanstellung einstellen wollen.

Dieser Trend, der schnelle technologische Fortschritt und täglich neu hinzukommende Bedrohungsszenarien in der Cybersecurity machen die IT-Sicherheit zu einem Berufsbild mit Zukunftsaussichten. Wer jetzt in die entsprechende Weiterbildung investiert, kann seine Karrierechancen somit signifikant erhöhen. 




geschrieben von
Annika Brockhaus, für die isits AG International School of IT Security