Group-Oriented Communication and Application Security

Die Entwicklung von Internet- und Netzwerk-Technologien eröffnete neue Möglichkeiten für den privaten und kommerziellen Umgang mit digitaler Information, gab Aufschub für die Entstehung von innovativen Geschäftsmodellen und vereinfachte verschiedene bisher zeit- und kostenintensive Geschäftsprozesse. Die andauernde Entwicklung im Bereich der drahtlosen Kommunikation, ihre verbesserte geografische Abdeckung und die signifikante Leistungssteigerung bei aktuellen mobilen Geräten ermöglicht zusätzliche Flexibilität in Bezug auf die Informationsverarbeitung und Interaktion mit der Umgebung.


Es ist offensichtlich, dass das Wort "Konnektivität" heutzutage mehr bedeutet, als eine einfache Verbindung zwischen zwei oder mehreren Personen oder digitalen Systemen. Dank fortschreitender Entwicklung auf dem Gebiet von Hardware und Software, sowie durch das Vorantreiben der Standardisierungsarbeit im Bereich der digitalen Kommunikation ist es sinnvoll zu erwarten, dass in naher Zukunft, Menschen und Systeme nach Aufhebung von zeitlichen und geografischen Beschränkungen noch intensiver in digitale Prozesse verschiedener Art eingebunden werden. Diese Prognose schafft eine günstige Umgebung für die Entwicklung und Einsatz unterschiedlicher Anwendungen für gemeinsame Informationsverarbeitung durch mehrere Parteien.


Gruppenorientierte und kollaborationsbasierte Kommunikationsanwendungen (engl. Groupware und CSCW-Anwendungen) sind spezielle Mehrparteienanwendungen, bei denen alle Nutzer in eine Ähnlichkeitsrelation mit einander gebracht werden können, sei es durch die Angleichung von Rechten, Zuständigkeiten oder durch gemeinsame Anwendungsziele. Viele Groupware und CSCW-Anwendungen werden bereits heute in der Industrie eingesetzt, um die Geschäftsabläufe zu beschleunigen und die gemeinsame Projektarbeit zu vereinfachen.


Dieses Modul geht auf die verschiedenen (kryptographischen) Sicherheitsmechanismen ein, die in gruppenorientierten und kollaborationsbasierten Kommunikationsanwendungen eingesetzt werden können. Dabei wird neben der allgemeinen Klassifizierung von Anwendungen detailliert auf die (grundlegenden) Sicherheitstechnologien und relevanten kryptografischen Protokollen eingegangen.


Das Modul wird von Herrn Prof. Dr.-Ing. Mark Manulis betreut.

Die folgenden Themen werden u.a. abgedeckt:

  • Gruppenbasierte Anwendungen, Groupware
  • Anforderungen an eine zuverlässige Gruppenkommunikation
  • Zentralisierte und verteilte Verfahren zur Realisierung der Zugangs- bzw. Zugriffskontrolle in Gruppen, Vertrauen zwischen den Gruppenteilnehmern
  • Sichere Gruppenkommunikation (Geheimhaltung und Authentisierung), Schlüsselmanagement
  • Anonyme Gruppenkommunikation, digitale Gruppen- und Ring-Signaturen

Qualifikationsziele

Das Ziel dieses Moduls ist es, den Teilnehmern ausreichende theoretische und praktische Kenntnisse der unterschiedlichen Sicherheitsaspekte in gruppenorientierten Kommunikationsanwendungen zu vermitteln. Diese Kenntnisse können sich als nützlich erweisen, sowohl für Administratoren, die für den Einsatz von gruppenorientierten Werkzeugen in Ihren Unternehmen zuständig sind, als auch für Angestellte, die in (mittel)großen Projekten eingebunden sind und solche Systeme nutzen, und natürlich für Systemarchitekten, Produktentwickler, die für die Entwicklung von innovativen digitalen Werkzeugen zur Kommunikation und Informationsverarbeitung zuständig sind.

Empfehlenswerte Voraussetzungen

Grundlegende Kenntnisse in Kryptographie sind vom Vorteil


Ihre Ansprechpartnerin

Andrea Nahrwold

Studienberaterin

Telefon +49 (0)234 92 7898-13

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